Kein Schritt zurück:
Frauen sagen Nein zum Steuer-Wirrwarr!
Am 8. März, dem internationalen Frauentag, feierten wir einen langjährig erkämpften Erfolg: Die Schweiz sagte deutlich Ja zur Individualbesteuerung und damit zu einem Fortschritt für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und der Stärkung der finanziellen Eigenständigkeit von Frauen.
Die Gegner der Individualbesteuerung wollen diesen Volksentscheid nicht akzeptieren und betreiben nun Zwängerei. Die Steuer-Initiative der Mitte will genau diesen Fortschritt wieder rückgängig machen. Für uns ist klar: Kein Schritt zurück 🙅♀️ Wir Frauen sagen Nein zum ungerechten, teuren Steuer-Wirrwarr!
In Kürze: Die fünf besten Argumente gegen die Steuer-Initiative
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Die gemeinsame Besteuerung von Ehepaaren bestraft den Zweitverdienst, also meist den der Frau: Wer als Ehefrau mehr arbeitet, hat am Ende kaum mehr Geld im Portemonnaie, weil das zweite Einkommen zum ersten dazugezählt wird und die Progression das Zweiteinkommen wegfrisst. Genau das ändert sich mit der am 8. März beschlossenen Individualbesteuerung: Mehrarbeit lohnt sich endlich, und Frauen können besser für ihr Alter vorsorgen. Das ist dringend nötig, denn Frauen erhalten heute rund 20'000 Franken weniger Rente pro Jahr als Männer.
Die Mitte-Initiative will den alten Fehlanreiz wieder in der Verfassung verankern. Das ist ein Rückschritt für die Frauen und auch für die Wirtschaft, die dringend Fachkräfte sucht: Mit der Individualbesteuerung können laut Bund bis zu 44’000 zusätzliche Vollzeitstellen besetzt werden. Auch diesen Effekt würde die Initiative wieder zunichtemachen.
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Am 8. März 2026 hat die Schweiz die Individualbesteuerung mit 54,3 Prozent Ja angenommen: Ab 2032 wird jede Person einzeln besteuert, unabhängig vom Zivilstand, auf allen drei Staatsebenen. Die Mitte warb im Abstimmungskampf aktiv für die Steuer-Initiative – und verlor. Nur ein halbes Jahr später soll das Stimmvolk erneut über Frage abstimmen, bevor der Entscheid umgesetzt ist: eine überflüssige Zwängerei.
Eine Volksinitiative ist ein legitimes Recht. Wer aber einen klaren Volksentscheid nicht akzeptieren will, blockiert Verwaltungen in der Umsetzung und schafft jahrelange Ungewissheit für alle Steuerpflichtigen. Auch deshalb ist sind Bundesrat und Parlament einig: Bundesrat, National- und Ständerat empfehlen die Initiative zur Ablehnung.
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Die Initiative betrifft nur die Bundessteuer. Kantone und Gemeinden müssen die Individualbesteuerung trotzdem einführen. Ehepaare würden also beim Bund gemeinsam und bei Kanton und Gemeinde getrennt veranlagt, im schlechtesten Fall mit drei Steuererklärungen. Die Eidgenössische Steuerverwaltung warnt vor grossen Schwierigkeiten im Vollzug.
Dazu kommt: Die Initiative sagt nicht, ob am Ende ein Splitting oder eine alternative Steuerberechnung gelten soll. Nicht einmal die Initiantinnen und Initianten sind sich einig. Wer Ja stimmt, weiss nicht, was kommt.
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Die Initiative privilegiert eine einzige Beziehungsform: die Ehe. Profitieren würden vor allem sehr gut verdienenden Ehepaare, bezahlen müssten alle anderen. Die Mittelschicht hätte kaum etwas davon. Singles, Alleinerziehende und Konkubinatspaare würden die Steuerausfälle von bis zu 3 Milliarden Franken pro Jahr mittragen. Wie das finanziert werden soll, weiss niemand.
Je nach Umsetzung würden Konkubinatspaare sogar neu bestraft. Dabei leben in der Schweiz heute mehr ledige als verheiratete Personen. Ein zeitgemässes Steuersystem schreibt niemandem vor, wie er oder sie zu leben hat.
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Was die Initiative im Titel verspricht, ist längst beschlossene Sache: Mit der Individualbesteuerung wird die Heiratsstrafe vollständig abgeschafft. Gleiche Einkommen werden künftig gleich besteuert, unabhängig vom Zivilstand. Der Bundesrat hat das Inkrafttreten auf den 1. Januar 2032 festgelegt, und die Kantone sind bereits daran, ihre Steuergesetze anzupassen.
Es gibt kein Problem mehr, das die Initiative lösen könnte. Sie schafft nur neue.